(von Anselm Fabig)
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Während der Überfahrt war es der Decks-Crew
eine spannende Aufgabe, alle Feuer und Lichter zu identifizieren. Hier
traten auch Kuriositäten auf. Kopfzerbrechen bereitete z.B. ein Fahrzeug,
das bei stehender Peilung während 30 min. vorn und achtern rot über
weiß führte. Weitere Positionslichter waren nicht sichtbar.
Dann begann das hintere Licht das vordere zu überholen. Es stellte
sich später heraus, daß es sich um zwei Segler mit 3-Farben-Laternen
und eingeschalteter Decksbeleuchtung handelte.
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Alderney ist die nördlichste der Kanalinseln.
Alderney hat eine Gesamtfläche von acht Quadratkilometern und ca.
2300 Einwohner.
Die meisten leben in der einzigen Stadt der Insel, St. Anne. Alderney besteht
hauptsächlich aus einem Plateau, das sich 60Meter über dem Meeresspiegel
erhebt. Die wichtigsten Industriezweige sind Tourismus und Milchproduktion.
Auf der Insel wurden Überreste aus der Zeit der römischen Besatzung
und Monumente aus der Bronzezeit gefunden. Im 11. Jahrhundert gelangte
Alderney unter die Kontrolle der Normannen und somit nach 1066 in den Besitz
der englischen Krone. Die Insel gehört heute zum Amtsbezirk von Guernsey.
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| Der Golfplatz und der Flugplatz verbrauchen ca. 1/3 der Inselfläche, die wir in drei Stunden umwandert haben. Hier verbrachten wir den Tag mit Zodiac-Aufbau (Beiboot), Städtchenbummel und Dösen in der Sonne. Um nicht im Hafenbecken neben den Moorings ins Wasser springen zu müssen, sind wir zum Baden mit dem Beiboot in eine Nachbarbucht motort. Dort sprangen einige freiwillig und eine unfreiwillig ins 17 Grad kalte Wasser. | ![]() |
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Am vierten Tag folgte ein
kurzer Trip von ca. 22 NM nach St. Peter Port auf Guernsey.
Guernsey ist die westlichste der Kanalinseln und Dependance der britischen
Krone. Ein flaches Tiefland durchzieht den Nordteil der Insel. Der Südteil
erhebt sich zu einer etwa 90 Meter über dem
Meeresspiegel gelegenen Hochebene. Die Insel hat eine Fläche von 63,5
Quadratkilometern. Ihre wichtigsten Wirtschaftszweige sind der Tourismus
und die Landwirtschaft. Exportiert werden überwiegend Blumen, Obst
und Tomaten (Die Toms, wie sie in dort genannt werden). Guernsey hat etwa
59000 Einwohner. Die Hauptstadt St. Peter Port
stellt gleichzeitig den wichtigsten Seehafen der Insel. Dort legen auch
die bis 35 Knoten schnellen Katamaranfähren an, die man auf See erst
hört (ein sehr tiefes, undefinierbares Brummen) und dann sieht. Trotz
der deutsche Besatzungszeit im zweiten Weltkrieg genießen Deutsche
auf Guernsey einen guten Ruf.
Wir haben uns zwei Tage auf Guernsey aufgehalten und mit dem Mietauto die Insel erkundet. Bei einer Flugschule des lokalen Flugplatzes charterten wir eine Piper PA28 und unternahmen zwei Rundflüge um die Insel, bis nach Alderney und zurück. Von Guernsey aus ging es bei perfektem Wetter und mit 11-12 Knoten Fahrt weiter nach St. Malo. Die Stadt St. Malo (der südlichsten Punkt unserer Fahrt) haben wir am nächsten Tag in einem Mittelding aus Dunst, Nebel und Sonne erlebt. Warm war es, aber Windstill und diesig. Von der Stadt haben wir nur die von einer Stadtmauer umschlossene Altstadt besichtigt. Diese kann man von den Innen-Häfen aus innerhalb von 5-10 min. erreichen und in zwei Stunden durch- und um-wandern. Die Altstadt scheint nur aus Restaurants, T-Shirt-Läden und Touristen-"Zubehör"-Verkäufern zu bestehen. Dort tobte aber auch nachts um eins noch das Leben - ganz im Gegenteil zu England, wo ab 23 Uhr (last order) kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden darf. |
Als Ziel der Fahrt war ursprünglich Beaucette-Harbour
auf Guernsey geplant. Beaucette-Harbour ist ein kleiner, etwas elitärer
Hafen in einer natürlichen Felsbucht, deren Zufahrt nur künstlich
erweitert wurde. Als wir jedoch die Hafeneinfahrt erreichten, kam uns ein
offenes Motorboot entgegen, deren Insassen uns bedeuteten, der Hafen sei
schon voll und wir mögen doch bitte umkehren ...
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| Als Alternative kam natürlich nur St. Peter-Port in Frage. Dessen Hafen hatten wir eine halbe Stunde früher mit dem Strom an Backbord liegenlassen. Also motorten wir gegen den Strom (!) zurück. Keine drei Stunden später (für ca. 4 NM) erreichten wird St. Peter-Port. Es war eingetreten, was beim Segeln in Gezeiten-Gewässern gerade vermieden werden sollte, eine Fahrt gegen den Strom. Abgesehen davon, daß es mal ganz witzig ist, an der Logge 6 kts abzulesen und dann von einer Tonne überholt zu werden oder am Kompaß 200 Grad und am GPS (über Grund) 10 Grad angezeigt zu bekommen, ist die Strömung in den Buchten und zwischen den Inseln nicht homogen, sondern verwirbelt und im Detail unvorhersehbar. |
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Wir liefen bei strahlendem Sonnenschein aus. Auf
dem Weg um die Südwest-Ecke von Guernsey herum wurde die Sicht immer
schlechter, bis sie nur noch bei 50 m lag.
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Dartmouth erreichten wir am nächsten Tag um 4:50 UTC bei Dämmerung, Nebelschwaden und Nieselregen. Dartmouth hat eine S-förmige Hafeneinfahrt wie ein Fjord zwischen steil ansteigenden Felsen. Die Einfahrt ist mit Sektorenfeuern und Feuern-in-Line gut markiert. Sie ist bei guter Sicht sowie sorgfältiger Kartenarbeit auch gut anzusteuern. Es folgte ein Tag mit Ausschlafen, Einkaufen und Essen gehen. Das Wetter blieb schlecht - typisch englisch eben ....
Am nächsten Morgen ging es weiter über
Weymouth
mit seinem neuen Yachthafen und einen Tag später nach Lymington im
West-Solent. Vor Lymington in Sichtweite der Needles ankerten wir in der
Christchurch-Bay um das Kippen des Strom zur Einfahrt in den Solent abzuwarten.
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| Am letzten Tag segelten wir von Lymington
weiter nach Cowes (im Norden der Isle-of-Wight)
um im 10er (!) Päckchen festzumachen und die Cowes-Week zu besuchen.
Die Cowes-Week ist ein Ereignis vergleichbar mit der Kieler Woche, an dem
sich Segler rund um diverse Regatten im Solent treffen. Bekannteste Regatta,
deren Abschluß alle zwei Jahre in Cowes stattfindet, ist der Admirals-Cup.
Der Besuch der Cowes-Week und das große Abschlußfeuerwerk bildete
auch für uns den Abschluß unseres Törns.
Zusammenfassend kann gesagt werden, daß der Törn allen Mitseglern Spaß gemacht hat, daß unser Wissen und Erfahrung rund um die Gezeiten zugenommen haben und vor allem, daß es zu einem Katamaran in Bezug auf Geschwindigkeit und Raumangebot wenig Alternativen gibt. |
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| Die "offizielle" Guernsey-Page | www.guernsey.net/ |
| DER lokale Radiosender auf Guernsey : island-FM | www.islandfm.guernsey.net/ |
| Alles über Guernsey and die anderen Kanalinseln | www.gtonline.net/business/tourism/htdocs/ |