Cat Camp* am Gardasee 2003
hier zu den Bildern von 2002
* = Böswillige sprechen vom Umkippcamp ...
Remember: Life begins at 15 knots*.
 
 

* = dies entspricht ca 27,8 km/h, was aber eher als langsam einzustufen ist.

06200013.jpg "Das Frühstück muß man sich erst verdienen" oder "Genuß geht vor"
06160006.jpg Wer will schon faul am Strand herumliegen, wenn es für Frühstück und Sonne zu früh ist? Man fährt ja nicht umsonst (und nicht vergebens) über den Brenner, wenn der Vento die Frühaufsteher (und die Ora alle anderen inklusive Morgenmuffel) alljährlich an den Gardasee ruft. Und so folgten dem Ruf dieses Jahr 13 Urlaubshungrige, gefolgt wiederum von 4 Nachzüglern, die sich wenigstens den Brückentag freikämpfen konnten.

Gab es am Anfang der Woche einerseits noch eingezogene große Zehen und Rippenbögen angesichts des kalten Wassers, andererseits Handy-Telefonate im Minutenabstand bei mehr als 34° nächtlicher Lufttemperatur angesichts der Zuverlässigkeit italienischer Zugverbindungen, glichen sich diese Akklimatisierungsdifferenzen bald aus, als alle eingesammelt waren. So schielten die ersten Frühaufsteher schon am frühen Montagmorgen gierig nach Wind von Norden, wurden allerdings nicht vor dem Frühstück gesichtet – getreu dem Motto: „Man muß immer noch steigerungsfähig bleiben!“
 
06160026.jpg Aber schon abends im Restaurant der erste Zweifel: Ist diese Genußsucht überhaupt noch zu steigern? Da kam doch tatsächlich eine geheimnisvoll in heißes Alu eingepackte, vielversprechend dampfende Schüssel auf den Tisch, die liebevoll von ihren Bestellern entblättert und dessen Inhalte in übersinnlichen Genußorgien vertilgt wurden. 
 

Überhaupt sprach aus diesen Gesichtern ganz und gar keine Genußbeschränkung – im Gegenteil. „Diese Woche heißt Urlaub pur!“ Und für diesen Vorsatz fehlte kaum ein Ausrüstungsgegenstand.

Wie gut, daß manche Autos den Kofferraum bis in den Himmel erweitern können!

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Der Dienstagmorgen belohnte diesen eisernen Genußvorsatz mit wunderbarem Wind, so daß beide 16er-Kats schon vor halb acht in die Wellen stachen.
Und eindeutig war diese Genußsucht ansteckend, denn es geht das Gerücht um, daß sich zufällig ein kleines Grüppchen von sechs Leuten mit dem ganz unscheinbaren Wunsch, ein kleines Getränk einzunehmen, am Nachmittag zusammentat, um den motorisierten (aber dennoch Wasser-) Weg nach Limone anzu-treten, und dann lange nicht mehr gesehen ward. Die Zurückgebliebenen bereiteten sich schon darauf vor, nur zu siebt im Restaurant zu sitzen, da brach von weither ein Tumult über den See herein, der dominiert wurde von albernsten Lachorgien.
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Unbegreiflicherweise machte man bald einzelne Worte der Beteuerung aus wie „nur alkoholfrei“ oder so ähnlich, aber das schien einer anderen Wirklichkeit anzugehören ... 
Klar war jedenfalls zweierlei: Die Limoner schienen nur ein folgendes Vergnügen anzusteuern, das auch mit Limetten und eiskaltem Wasser zu tun hat. Die sieben Hungrigen dagegen übernahmen den „Pizza-Service“, konnten aber mit der Schnelligkeit der Änderungswünsche kaum Schritt halten und verfielen dann lieber wieder in die ihnen wiederum eigene Genußsucht inklusive der Wetten, wieviel Pizza auf wieviele am Strand Überlebende kommen könnte.

Die wirklichen Folgen dieses gelungenen Genußtages konnte man erst in der Folge langsam absehen

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Und wie war das mit den Römern, die sich den Wein in den offenen Schlund haben gießen lassen? Is‘ doch alles gar nix gegen den Genuß, sich auf und unter der blaugrünen Wasseroberfläche das frisch angezapfte Bierfäßchen sozusagen mit Nachdruck kredenzen zu lassen! Wie bei den Römern wurde diese Aktion nicht nur von komfortablen Polstern (heutzutage Tubes und Luftmatratzen), sondern auch von schönen Frauen umrahmt ... die zudem mit Kameras umgehen können: Mensch und Umwelt – mit und ohne Alkohol.

(Vielleicht sollte deshalb die Fotoreihe doch lieber in „Mensch und nasser Genuß“ umbenannt werden?)
Und wie war das noch mit dem nie auszurottenden Vorurteil, daß Frauen nicht einparken können? Warum muß man im Urlaub so unverständige Leute ertragen, die in einem Atemzug so was äußern wie: „Meine Frau kann auch nicht einparken. Und warum hat dieses Auto kein Dach, das man aufmachen kann?“ Und dann war da noch die Panik, daß Mann mit einem weiblichen Steuermann auf’s Wasser soll. „Ich will ja nichts gegen Deine Segelkünste sagen, aber ich würde doch lieber ...

alternativen Sportarten nachgehen -

das Cat Camp bietet etwas für Jeden !


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Dann die beschwichtigenden Worte der Geschlechtsgenossen, die als Segelkönner berühmt sind, weshalb die erste Hemmschwelle überschritten schien. Kaum zu glauben, daß man auch noch tun soll, was sie sagt. Warum sollten zarte Frauenhände die Großschot alleine führen? Auf hohem See dann allerdings wieder die Panik, daß man dieser Frau ausgeliefert ist, wenn der Luvschwimmer sich hebt. Dann kann alles schnell gehen, und die Perspektive ist plötzlich umgekehrt, und man wünscht sich die Frau zurück auf das eigene Trampolin. Ist das schon die halbe Bekehrung?

Ja, es ist schon aufregend, den Kat auch einmal von hinten (akustisch) fernzusteuern, und trotz Schwimmweste und Auftrieb war es dann irgendwann so weit, daß der Kat wieder bezwungen werden konnte, und der Beitrag zur Verständigung zwischen Mann und Frau war unter Aufbietung (fast) aller körperlichen Kräfte geleistet. Aufklärung im Urlaub – ja bitte! Seit diesem Tag sagt Mann nur noch ungern was gegen Frauen, die nicht segeln und nicht einparken können ...

Und natürlich geht’s nicht ohne den sportlichen Ehrgeiz, dem Wind das Letzte abzujagen, und Gerüchte gehen um, daß tatsächlich diese Geschwindigkeitsrekordversuche nach GPS in Landmeilen gemessen wurden. Kann doch nicht, sagen wir, bei so viel Wassernähe. In jedem Fall war die Memory-Funktion auf dem einen GPS eingeschaltet und zeigte stolze Werte über 32 km/h an, während auf dem anderen Kat ab 15 Knoten immer die dritte Hand fehlte, um das GPS abzulesen. Nichtsdestoweniger ist der wahre Genuß ja sowieso nicht in Zahlen zu messen ...
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06200048_besprechung.jpg Im letzten Jahr war ja die Austragung der Wette „Wer kentert, ohne naß zu werden?“ zu kurz gekommen; die mußte dieses Jahr dringend nachgeholt werden. Nach der Aufregung der letzten schweißtreibenden Tage war das genau das Richtige, ging es doch um langsame (Frauen-) Bewegung, gepaart mit männlichem Segelverstand. Obwohl die Austragenden selbst durchaus nicht immer siegesgewiß waren, konnte das Strandpublikum davon überzeugt werden, daß es nichts gibt, was es nicht gibt. In diesem Sinne wurden schon kurz darauf die ersten Pläne geschmiedet, wie man diese Wette toppen könnte, und da bleibt nichts anderes zu sagen als: Wir sind gespannt auf 2004! 06200035.jpg


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Heikos ...

Neben leckeren Grillabenden gab es auch immer etwas zu reparieren.

Aber man kennt das ja, wie beim Chartern repariert man fremde Boote und bekommt all das, was man nicht geschafft hat von der Kaution abgezogen - hierin steckt schon ein besonderer Spaß.
... zweiter Spleiß

Der letzte gemeinsame Restaurant-Abend mit (fast) allen faßte dann (fast) alle Künste und Leidenschaften zusammen. Brachten die Farben der verliehenen Trinkbecher nicht nur die dienstägigen Zitrusfrüchte in Erinnerung, sondern auch den Zustand nach dieser Limone, spiegelten andere Preise besonderes Engagement in wasser- und wandersportlichen Bereichen wider. So spendete der letztjährige Segelkönig den Wanderpokal, eine Titanic-Pfeife, für den diesjährigen proportionalen Segelrekordler. Und wenn man auch trotz Untertauchen des halben Kats trocken bleibt, wird’s manchmal feucht-fröhlicher als vorgesehen.

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In jedem Fall kam der Spruch der Woche als gelungene Konsequenz aus der Frage, wer eigentlich der harte Kern des Cat Camps ist, von Newcomern 2002: „ ... und ab diesem Jahr wir!“ In diesem Sinne blicken wir sehnsuchtsvoll zurück und nach vorn und sagen in Vorfreude: Nach dem Cat Camp ist vor dem Cat Camp!

Segeln in der „Düse“ und die Bekanntschaft von alten und neuen verrückten Schwimmerhebern.

Achtung: Wieder begrenzte Teilnehmerzahl (weil’s sich bewährt hat): max. 20 Personen!  (Link zum Cat Camp 2000)
 

Hier noch ein paar Infos :


WO : Navene, nördlich von Malcesine am Gardasee
WER : nur nette Leute aller Könnensstufen, insbesondere auch Anfänger, die auf diesem Weg ihre ersten Erfahrungen mit dem nassen Sport machen wollen. Freundliche Segellehrer sind wie immer dabei! Durch die besonderen Winde am Gardasee kann sich jeder quasi „seinen“ Wind aussuchen. Andere (Wasser-) Sportarten sind möglich (Bike, Wasserski).
WIEVIEL : ca. 23,- € im Hotel, im Doppelszimmer, Segelstunde: 7,- bis 20,- €
WANN : 9. bis 20. Juni 2004
Dinge zum Mitbringen:
  • Becher, Besteck und Geschirr (für die Grillabende)
  • besondere Frühstückswünsche (Vollkornbrot, Müsli etc., der Kaffe ist klasse, die Brötchen aber nicht ...)
  • Decke und Isomatte (hat sich bewährt um die Lichter von Limone besser genießen zu können)
  • Taschenlampe, Fackel, Petrofunzel oder dergl. (hat sich bewährt, damit die Einwohner von Limone...)
  • Neoprenanzug (ggf. im Surf- bzw. Tauchshop vor Ort ausleihen)
  • Segel- bzw. Fahrradhandschuhe (wichtig)
  • Turnschuhe mit rutschfester Sohle oder besser Neoprenschuhe (noch wichtiger)
  • und wer hat: kompakten Holzkohlegrill sowie wasserdichte Handytasche (am wichtigsten für die dringenden Aktientransaktionen auf dem Wasser ;-))
  • Bierspenden sind immer willkommen, also wer noch Platz im Kofferraum hat

Und noch ein paar Impressionen :
Unser Hotel mit eigenem Strand
und
Zimmer mit Seeblick
Nach dem Frühstück direkt zum
Segeln oder Sonnen oder ... 

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Malcesine von oben
Fun auf dem Kat ...
... oder auf Ski
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Arena di Verona


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